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Partnerbörse

Nun habe ich mich einfach bei einer Partnerbörse eingetragen. Dabei ist "einfach" nicht nur ein schlechter Lückenfüller für diesen Satz, sondern die Betonung soll gerade auf diesem Wort liegen. Diesmal hat mich nämlich nicht die Verzweiflung dahin getrieben oder gar große Hoffnungen, sondern ein spontanes Gefühl. Ich muss nicht einmal lügen, wenn ich behaupte mir davon nicht viel zu versprechen. Immerhin müsste ich, wenn man relevante Zusendungen annimmt, auch antworten, was für mich aber noch keine klare Sache ist.
Diese Einstellung gefällt mir irgendwie an mir! (Damit beziehe ich mich wieder auf die Eintragung und nicht auf das (möglicherweise) nicht Antworten) Scheinbar lege ich in einigen Lebenslagen tatsächlich diese verkrampfte Stimmung, die mir manchmal anhängt, ab.

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Gibt es Sie noch oder ist sie nur ein Mythos?

Nachdem sich nun eben die kleine Runde aufgelöst hat, in der wir das Kletterwochenende anhand von Bildern Revue passieren lassen haben, drängen sich mir die Geschehnisse des heutigen Tages wieder in den Kopf.
Es geht natürlich wieder um Sie. Über welches Thema zermürbe ich mir sonst auch schon den Kopf? Liegt sicherlich auch an meinem echten Interesse an Menschen. Damit meine ich keine vorgeschobene, geheuchelte Neugierde, sondern mehr, womit ich eben auch meistens auf tiefere Themen stoße bei denen es dann eben auch oft um die Probleme geht, die mir der Gesprächpartner, oft zu meiner Überraschung, anvertraut.
Wahrscheinlich bin ich der absolute Langeweiler, wie er im Buche steht, aber man sollte diese Eigenschaft auch nicht verdammen, weil ich ihr viele langjährige Freundschaften verdanke und sie teil meiner Persönlichkeit ist.
Aber zurück zu ihr. Auch heute ging es wieder um ihre Zukunftspläne, die mit den USA verknüpft sind. Und als sie mir ihre Sorgen mitteilte, dass sie schlecht ihre alten Eltern zurücklassen könnte und diese am liebsten mitnehmen würde, konnte ich mir einfach die Frage nicht verkneifen und musste nach ihrem Freund fragen.
Als Antwort bekam ich nur ein "ach der" und er sei nicht wichtig. Er hätte sich mit dieser Situation schon abgefunden und es wäre wohl auch schon ein Grund für eine mittelfristige Trennung gewesen. Es sei eben nur eine Beziehung, die nicht über die Dauer hier in Deutschland hinausgehen würde. So war also ihre Meinung zu diesem Thema und irgendwie zerstört dies meine Vorstellungen. Geht es in dieser Beziehung nur um Sex?

Eine Form der Beziehung, die sich wohl fast jeder Mann wünscht, was mich nicht ausschließt, wofür ich aber einfach nicht der Typ bin. Dabei drängt sich mir sofort die Frage auf, was für ein Typ man sein muss, oder welcher ich bin?
In solchen Momenten ärgert es mich fast, dass ich von Personen, die ich über eine gewisse Lebenspanne bekleidet haben, so ungern Abschied nehme und für mich wohl nur eine dauerhafte Beziehung in Frage kommt. Jedenfalls finde ich diese Gleichgültigkeit dem anderen gegenüber, dieses „Aneinandervorbeileben“, nicht erstrebenswert.
Gibt es also diese bedingungslose Liebe nicht mehr, oder gab es sie niemals? War es immer nur ein Mythos? Dieses Gefühl, welches einen alles für den anderen machen lässt. Selbst wenn es darum geht die Koffer zupacken und mit in die USA auszuwandern. Aber eben auch umgekehrt, also die Koffer auszupacken und die Reise nicht anzutreten, wenn man weiß, dass man damit dem anderen zuviel zumuten würde.
Ich glaube ich würde es für eine Frau tun, aber ich müsste eben auch von ihr wissen, dass sie das Gleiche auch für mich tun würde. - Also hier bleiben. Und genau dann, wenn bei beiden die Beziehung an erster Stelle steht, dann kann man den optimalen Kompromiss finden.
Aber dazu sind wohl viele Menschen einfach zu egoistisch.

Oft glaube ich, dass das ganze Leben eine endlose Suche ist. So wie sie etwas sucht und glaubt es in einem fernen Land finden zu können.

Und damit muss ich unweigerlich an ein Kinderbuch denken, welches in meinem Bücherregal steht: „Oh, wie schön ist Panama“ indem der kleine Tiger und der starke Bär, auf der Suche nach dem großen Abenteuer nach Panama aufbrechen und nach langem Fußmarsch doch wieder an ihrem Ausgangspunkt ankommen, ohne es jemals zu merken. Und wahrscheinlich sind sie die wenigen Geschöpfe, die nach dieser erfolglosen Suche glücklicher sind als zuvor. Erfolglos? - Stimmt, sie haben es nie gemerkt… Ist also Ahnungslosigkeit der Hoffnungsschimmer? So wie bei dem glücklichen Bekloppten aus einer meiner früheren Erzählungen?

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Den Hals nicht...

Seitdem der Chef wegen Unterschlagung rausgeworfen wurde, hat sich bei meiner Nebentätigkeit doch eine Menge getan.
Dies bekam ich heute zu spüren, als ich anstatt bis 18.30 einfach mal bis 20 Uhr arbeiten "durfte".
Eigentlich haben es alle Festangestellten in der Firma gewusst und wohl die meisten Aushilfen, die schon länger dabei sind, so wie ich, geahnt, was der Chef macht.
Dennoch hat er sich ziemlich lange gehalten, was sicherlich nicht seiner Genialität zuzuschreiben ist, die bei ihm nicht einmal im Ansatz zu finden wäre. Es ist eher seine unglaubliche Dreistigkeit, die sich nicht nur in seinem oft kindischen Verhalten widergespiegelt hat, sondern auch in der Art des Betruges. - Wer für den Hausbau seiner Tochter ein Klo- und Waschbecken, sowie Wandfarbe und weiteres über die Firma abrechnet, muss schon selten dämlich sein, wenn er glaubt, es würde nicht rauskommen.
Wenn dann noch dazukommt, dass man die Firma selbst mit Artikel, wie einen Funkgong für 8€ betrügt, dann ist einem einfach nicht mehr zu helfen.
Dies hat er wohl über Jahre abgezogen und es ist für mich schwerlich abzuschätzen um welchen Gesamtbetrag es dabei gehen könnte.
Allerdings ist der allgemeine Tenor, dass es nicht allzu viel sein kann, was dann an seinem Gehalt bemessen die ganze Sache noch lächerlicher macht.
Wer will schon einen Ingenieur Anfang 50, der wegen Betruges rausgeworfen wurde? Und für die Rente ist es wohl auch etwas zu früh, außer er hat noch 100 Klobecken auf der Hinterhand!

Jedenfalls scheinen sich alle Festangestellten zu freuen, da er keinen guten Führungsstil hatte.

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Ungewissheit

Ich habe seit längerer Zeit ein Gleichnis im Kopf. Da ich überzeugter Atheist bin, was sich meiner Meinung nach aus einem naturwissenschaftlichen Studium fast zwangsläufig bedingt, hat dies natürlich nichts mit kirchlichen Glauben zutun. Hier geht es mal wieder um das kitschige Thema Liebe. Aber dennoch bin ich in einer christlichen Kultur aufgewachsen, so dass ich diese Geschichte mit dem Samen kenne, der auf trockenes Land fällt und es eben unbewusst auf diese Deutung hingebogen habe.
Damals dachte ich schon, dass er auf trockenen Boden gefallen ist, als es mit ihr nichts wurde. Und dennoch sprieß er, was wohl einfach in der Energie lag, die in ihm verborgen war. Aber hatte dann doch innerlich gehofft, dass er rasch wieder eingehen solle damit es ein Ende hat. Unbeantwortete Liebe ist einfach kein traumhaftes Gefühl, sondern eben nur ein Traum, der einen dazu noch lähmt. Ein klammes unbehagliches Gefühl, welches einen einfach nicht loslässt.

Wahrscheinlich war es die Hoffnung auf Regen, die ihn länger leben ließ oder die starke Luftfeuchtigkeit ernährte ihn.

Der Regen ist nicht gekommen. - Die beiden sind immer noch zusammen und ich glaube, dass es bei ihnen recht gut läuft. Weswegen ich auch schon ein schlechtes Gewissen habe, da ich es mir hin und wieder wünsche. Oft wird mir dann klar, es kann nichts werden und es ist besser so, aber irgendwie überzeugt mich dieser Argumentation nicht völlig!

Die Luftfeuchtigkeit ist allerdings oft so stark, dass sich Tau an diesen kleinen Pflänzchen bildet. - Ihre Gegenwart elektrisiert mich eben immer noch sehr und der Beschluss gemeinsam einen Surfkurs zu belegen wird dies wohl weiterhin verstärken.
Oft sehe ich viele Gemeinsamkeiten und dann wieder völlig unterschiedliche Ausrichtungen in der Lebensplanung. Wobei mich diese Ausrichtungen teilweise sehr faszinieren.
In ihren Erzählungen, wo es meinst um das Auswandern in ihre zweite Heimat geht, scheint nie Platz für einen Menschen. Jedenfalls hört es sich so an, als wenn dieser Mann mitkommen oder eben allein zurückbleiben muss, was dann aus meiner Sicht doch nicht für eine wirkliche Liebe zwischen ihr und ihm spricht.
Vielleicht sucht sie ewig nach dem Mann, der ihre Kinder großziehen wird, ohne ihn jemals zu finden. Oder sie hat ihn schon längst und hat es noch nicht gemerkt. Vertrockne doch endlich!

Dieses Wochenende wird es in die Berge gehen und auch wenn bedauerlicherweise meine Kletterpartnerin abgesprungen ist, erwarte ich ein schönes Erlebnis. Leider wird mich dies wohl frauentechnisch nicht weiterbringen, weil die mitfahrenden Damen eher nicht meiner Erwartungen entsprechen.
Oder wird mich irgendwann meine pragmatische Weltsicht in Kombination mit der Angst vor ewiger Einsamkeit einholen und mich bei einer Frau zugreifen lassen, wo es zwar harmoniert und ein liebevolles Beisammen ist, aber eben niemals dieses nicht in Worte fassbare Gefühl, was einige Menschen für sich entdecken dürfen und anderen für immer vorenthalten bleibt.

Der einzige Trost ist der, dass die wenigsten Menschen dieses Gefühl für immer tragen können.

So gehe ich meinen Weg nun erst einmal alleine weiter...

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